Über mich

Désirée Noffke

Social Media Consulting für Kunst, Kultur und Wissenschaft



Zwei Master in Kunstgeschichte und Geschichte, ein paar Jahre später ein Redaktionsplan für ein Theater: Das klingt nach einem Bruch und ist keiner. Wer gelernt hat, ein Bild zu lesen, eine Quelle einzuordnen, einen Kontext zu rekonstruieren, bringt genau das mit, was eine Social-Media-Strategie verlangt — und was ihr am häufigsten fehlt: vom Detail auf die Struktur zu schließen. Ich bin Social-Media-Spezialistin und Geisteswissenschaftlerin und arbeite analytisch, präzise, zielorientiert. Diese Kombination macht mich zur humanistischen Strategin — sie ist im Feld seltener, als sie sein müsste.

Désirée Noffke, Kunsthistorikerin und Social-Media-Strategin, Porträt in Schwarzweiß
Nach dem Studium habe ich als Kunsthistorikerin in einem Museum gearbeitet, danach zwei Jahre als Social Media Managerin am Staatsschauspiel Dresden, dazwischen in einer Agentur — den Social Web Sherpas — mit nationalen und internationalen Kund*innen: eigene Projektleitung, Reporting, Advertising, Grafik und Video. Zwei Perspektiven, die selten zusammenkommen: die der Institution, die Social Media selbst betreibt, und die der Dienstleisterin, die es für andere tut.
„Diese Kombination macht mich zur humanistischen Strategin."
Aus beiden stammt dieselbe Beobachtung. Auf der einen Seite wird das Potenzial, das Social Media für ein Geschäftsmodell hätte, fast nie ausgeschöpft — vieles bleibt generisch. Auf der anderen fehlt der Ehrgeiz, es ernsthaft zu wollen. Dazwischen liegt viel Betrieb, den niemand Strategie nennen sollte. Daraus folgt, wie ich heute arbeite: Ich entwickle die Social Media Strategie aus dem Geschäftsmodell, übergebe sie — und überlasse die Umsetzung dem Haus. Was danach daraus wird, liegt nicht mehr bei mir.


Inzwischen habe ich die Weiterbildung als Digital Curator an der Pausanio-Akademie abgeschlossen. Sie hat eine Beobachtung bestätigt, die meine Arbeit leitet: Kulturvermittlung im digitalen Raum verlangt zwei Kompetenzen — kulturwissenschaftliche Tiefe und professionelles Social-Media-Handwerk. Die erste stellen die Wissenschaftler*innen im Haus zuverlässig; die zweite überlässt der Betrieb den Praktikant*innen. Das Ergebnis ist auf den meisten Auftritten von Häusern zu sehen: Inhalte, die für eine Aufsatzsammlung aufbereitet sind, nicht für die sozialen Medien — und eine Plattformbetreuung von jemandem, der Social Media privat kennt, nicht professionell. Beides zusammen ergibt zuverlässig nichts.